Tschechischer Politiker würdigt deutsches Engagement 2. Februar 2008

Der tschechische Spitzenpolitiker Cyril Svoboda hat den Einsatz der Deutschen für ihr kulturelles Erbe in der Tschechischen Republik gewürdigt. Besonders die vielen Kirchenrenovierungen durch die Vertriebenen im Grenzgebiet seien keine Selbstverständlichkeit, sagte Svoboda bei einem Besuch der Geschäftsstelle der Ackermann-Gemeinde in München. Zudem lobte er deren Arbeit. Die Mitglieder trügen seit Jahren zur Aufarbeitung der deutsch-tschechischen Geschichte bei.

Svoboda war von 2002 bis 2006 tschechischer Außenminister und wurde kürzlich für seinen langjährigen Beitrag zur deutsch-tschechischen Versöhnung mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Derzeit ist er Vorsitzender des Legislativrats der Prager Regierung.

Die Ackermann-Gemeinde ist eine Gemeinschaft von Christen, die 1946 von katholischen Heimatvertriebenen aus Böhmen, Mähren und Österreichisch-Schlesien gegründet wurde.

München (KNA – 1373)

Bestätigung der kirchlichen Zweckgebundenheit der Spenden 18. Januar 2008

Mit Schreiben vom 17.01.2008 bescheinigt das Finanzamt Halle, dass der Förderverein „Kirchensanierung Schönborn“ e.V. nach der eingereichten Satzung ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten kirchlichen Zwecken im Sinne der §§51ff AO dient und zu den in §5 Abs.1 Nr.9 KStG bezeichneten Körperschaften gehört.

Der Förderverein ist berechtigt, für Spenden, die ihm zur Verwendung für kirchliche Zwecke zugewendet werden, Zuwendungsbestätigungen nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck (§50 Abs.1 EStDV) auszustellen.

Gedanken zum Heiligabend 21. Dezember 2007

gesendet am 24.12.2007 im WDR

Sind Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, in diesem Augenblick gerade dabei, Ihre Weihnachtskrippe aufzubauen? Oder gibt es bei Ihnen in diesem Jahr gar keine? Der Brauch ist alt. Als sein Erfinder gilt Franziskus von Assisi. In der Heiligen Nacht des Jahres 1223 hat er im Wald von Greccio die Geschichte der Geburt Christi anschaulich inszeniert und dabei sogar ein richtiges Baby in den Futtertrog gelegt.

Gefeiert habe ich den heiligen Franz Anfang Oktober mit einer kleinen Schar deutscher und tschechischer Christen. Die Kirche im Heimatdorf meiner Mutter ist ihm geweiht. Schönborn, heute Studanka; liegt unmittelbar an der sächsisch-böhmischen Grenze. Ich erinnere mich, dass ich als Kind am Dreikönigstag von dort sechs Kilometer durch den glitzernden, knirschenden Schnee gestapft bin, gut eingepackt gegen die schneidende Kälte. Unser Ziel war das nahe Städtchen Rumburg. Dort gab es eine mechanische Krippe mit viel Landschaft drumherum und einem Getümmel von Figuren aus dieser Gegend. Vieles bewegte sich da: Bergleute hämmerten im Gestein, Kinder fuhren Schlittschuh, kniende Beter verbeugten sich wippend auf der Wallfahrtstreppe. Das Mühlrad drehte sich, die Eisenbahn rollte daher. Und die Heiligen Drei Könige kamen hinter einem Felsen hervor, zogen in die Höhle hinein, verschwanden darin, um dann wieder wie vorher aufzutauchen.

Uns Kinder hat dieses Wunderwerk böhmischen Basteleifers fasziniert. Längst ist es irgendwo verrottet, wahrscheinlich verschrottet. Aber im Gedanken daran bleibt mir die Frage, liebe Hörerinnen und Hörer: Was ist für Sie und für mich im Lauf mit den Jahren aus der Geschichte von Weihnachten geworden? Wie werden wir sie heute Abend hören? Was klingt mit in den Gesängen auf der CD oder im Lichtglanz einer Kirche? Und was bleibt, wenn es auf einmal ganz still wird?

Das Erlebnis vollkommener Stille ist heutzutage gar nicht so leicht zu haben, nicht einmal an der Stelle, die an die Krippe des Jesuskindes erinnert, in der Geburtskirche von Bethlehem. Trotz der politischen Ängste, die immer wieder die Stadt überschatten, drängen unentwegt Pilger und Touristen die schmale Treppe hinunter, dorthin wo am Boden ein Silberstern auf das Geschehen der Heiligen Nacht hinweist. Nur manchmal hat es sich ergeben, dass auf einmal keiner mehr da war und ich allein dort saß. Ganz persönlich war ich konfrontiert mit der Frage: Wie soll das gehen, dass der verborgene Gott in unserer, in meiner Menschlichkeit sichtbar und fassbar wird?

Wenn der Betende sich dort etwas nach rechts wendet, sieht er, noch tiefer gelegen, einen kleinen Altar. Da soll die Krippe gestanden haben, in die das neu Geborene gelegt wurde. Die Antwort auf unsere Frage liegt also buchstäblich „noch tiefer“: im Eingeständnis unserer Armseligkeit und in der Entdeckung eines letzten Sinns, der sich gerade da „hinein legen“ lässt. Der Poverello – Franziskus, der „kleine Arme“ – hat das verstanden und hierauf seine Zeitgenossen in origineller Weise aufmerksam gemacht. Uns auch. Während ich sein freundschaftliches Augenzwinkern wahrnehme, wünsche ich Ihnen gesegnete Weihnachten und an der Krippe ein nachdenkliches Innehalten.

Aber noch etwas: In diesem Sommer war ich nicht nur unterwegs auf den Spuren meiner Kindheit, sondern – wieder einmal – in Bethlehem. Wir hatten die Erlaubnis, mit einem Kamerateam in der Geburtsgrotte zu filmen. Danach sind wir zu einer „Krippe“ anderer Art gegangen. Das französische Wort „creche“ bezeichnet eine Initiative, in der seit langem über hundert Kinder bis zu sechs Jahren liebevoll aufgenommen und betreut werden. Manche sind in Müllsäcken, alten Pappkartons oder im Gebüsch irgendwo abgelegt worden, weil die Mutter keine Lebenschance für sie sah. Krippe und Bethlehem aktuell. Gott klopft immer noch an und sucht eine Herberge. Auch heute Abend.

Msgr. Winfried Pilz, Aachen;

Präsident des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“

Paulus an die Gemeinde in Philippi:1. Januar 2008

 

Freut euch in IHM, unserem Herrn und Gott,

zu jeder Zeit!

Ich sage es noch einmal: Freut euch!

Lebt seine Güte so sehr,

dass alle Menschen sie spüren!

Denn ER ist nahe.

Um nichts macht euch Sorgen.

Was auch immer euch zugemutet wird,

tragt es ins Gebet.

Was auch immer eure Bitte ist,

sagt es IHM –

mit großem Vertrauen, in tiefer Dankbarkeit!

Und der Friede Gottes, der alles übersteigt,

was wir je fassen können,

wird eure Herzen und Gedanken bewahren

in der Gemeinschaft mit Jesus, unserem Christus.

Der Gott des Friedens wird mit euch sein.

 

GAUDETE IN DOMINO SEMPER –

ITERUM DICO: GAUDETE!

 

nach Philipperbrief 4,4-7.9.

 

Mit dieser Botschaft und mit freundlicher Unterstützung durch Monsignore Pilz wünschen wir uns allen eine gute Zeit.

Kirchenfest7. Oktober 2007

Am 07.Oktober 2007 feierte die Kirchgemeinde Schönborn und der Hausherr der Kirche, Dechant Balaz, zusammen mit Gästen das Kirchenfest zu Ehren des Hl. Franz von Assisi. Unser Landsmann und Ehrengast des Kirchenfestes, Monsignore Winfried Pilz, Präsident des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“ begrüßte auch die aus Deutschland gekommenen Gäste in seiner deutschsprachigen Botschaft. Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst fand die Gründung des Fördervereins „Kirchensanierung Schönborn“ e.V. im Pfarramt in Varnsdorf statt.



Ehrenvorsitzende Maria Henke

1Als Ehrenvorsitzende wurde Maria Henke, uns allen als „Minke“ gut bekannt, in den Vorstand gewählt. Mit dieser Ehrung soll ihr unermüdliches jahrelanges Wirken zur Erhaltung der Kirche, des Gemeindelebens und der Pflege des Friedhofs in Schönborn gewürdigt werden. Trotz ihrer 94 Jahre ist sie bis heute unersetzlicher Organisator und Helfer in Gemeinde und Förderverein.

Danksagung

1Unser Vorsitzender des Fördervereins, Heinrich Hille, hat sich größte Verdienste bei der seit vielen Jahren organisierten Unterstützung und Betreuung der in Schönborn verbliebenen Sudetendeutschen erworben. Seinem Engagement ist es insbesondere zu verdanken, dass die Gründung des Fördervereins stattfand.